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Trend Micro Research

Honeypot liefert Erkenntnisse zu Angriffen auf Fabriken

von - 23.01.2020
Hacking einer Fabrik
Foto: LeoWolfert / shutterstock.com
Trend Micro hat die Steuerungstechnik einer fiktiven Fabrik ins Netz gestellt und untersucht, wer die Firma wie angreift. Angegriffen haben in erster Linie eher herkömmliche Hacker wie Kryptominer und Co.
Trend Micro Honeypot HM
So sah das HMI (Human Machine interface) der Anlage der fiktiven Fabrik aus
(Quelle: Trend Micro )
Cyber-Sicherheit in der Industrie: Trend Micro hat die Ergebnisse eines über sechs Monate laufenden Honeypots vorgestellt, der eine industrielle Fabrik imitierte. Die fiktive Operational-Technology-Umgebung (OT) zog dabei hauptsächlich Betrüger und andere finanziell motivierte Cyberkriminelle an.
Ungesicherte Industrieumgebungen werden somit in erster Linie Opfer von ganz herkömmlichen Cyberangriffen, so ein Fazit der Übung. So wurde der Honeypot  für das Mining von Kryptowährungen kompromittiert sowie durch zwei unterschiedliche Ransomware-Attacken ins Visier genommen. Zudem wurden seine Rechenkapazitäten für betrügerische Aktivitäten genutzt.
"Zu oft wurde die Diskussion über Cyber-Bedrohungen für industrielle Steuerungssysteme (Industrial Control Systems, ICS) auf hoch entwickelte Angriffe durch staatliche Akteure beschränkt, die darauf abzielen, wichtige Prozesse zu sabotieren", meint Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro. "Diese stellen zwar zweifellos ein Risiko für die Industrie 4.0 dar, aber unsere Untersuchungen belegen, dass alltägliche Bedrohungen wahrscheinlicher sind", fügt er an. "Betreiber kleinerer Fabriken und Industrieanlagen sollten daher nicht davon ausgehen, dass Kriminelle sie in Ruhe lassen werden", warnt Schneider aber. Das Fehlen von grundlegenden Schutzmaßnahmen könne die Tür zu relativ einfachen Ransomware- oder Cryptojacking-Angriffen ermöglichen, die letztendlich schwerwiegende Folgen haben könnten, so der Experte weiter.

Aufbau des Honeypots

Um die auf ICS-Umgebungen gerichteten Angriffe besser zu verstehen, hat Trend Micro Research für diese Untersuchung ein realitätsnahes, industrielles Prototyping-Unternehmen geschaffen. Der Honeypot bestand aus realer ICS-Hardware und einer Mischung aus physischen Hosts und virtuellen Maschinen zum Betrieb der Fabrik, die mehrere speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS), Human-Machine-Interfaces (HMIs), separate Roboter- und Engineering-Workstations sowie einen Dateiserver umfasste.
Der vollständige Untersuchungsbericht, einschließlich näherer Informationen zum Design und Einsatzes des Honeypots stellt Trend Micro auf seiner Webseite bereit.
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